Traditionsverein im Ruhrgebiet

 

Die Hot Rolling Bears

Der Verein wurde am 2. August 1999 gegründet, nachdem sich die komplette Rollstuhlbasketballabteilung der BSG Essen vom Hauptverein trennte und den Hot Rolling Bears e.V. gründete.

 

Die frühen Jahre

Die erfolgreichste Zeit der Bears-Rollstuhlbasketballgeschichte waren die ersten Jahre nach der Vereinsgründung.

Die Hot Rolling Bears starteten mit ihrem Ligabetrieb in der Saison 1999/2000. Das erste Team spielte direkt in der 2. Bundesliga Nord, da das Startrecht von der BSG Essen übernommen werden konnte. Ein zweites Team begann in der Oberliga West und stieg mit Abschluss der Saison in die Regionalliga West auf.

 

Aufstieg in die 1. Bundesliga

Angetrieben vom großen Erfolg gelang es den Verantwortlichen in der Saison 1999/2000 die Teams und das Umfeld professionell aufzustellen. Auch das Zweitligateam rollte von Sieg zu Sieg und belegte am Ende ihrer ersten Spielzeit einen hervorragenden zweiten Tabellenplatz.

Heute noch ist die Auswärtspartie beim RSC Berlin in aller Munde, als die Bears mit zwei Reisebussen und mehr als 200 Fans die Auswärtsreise in die Hauptstadt antraten. Zwar ging die entscheidende Partie um den Aufstieg verloren, doch meinte es der Basketballgott gut mit dem Revierklub.

Die Bears stiegen am grünen Tisch in die 1. Bundesliga Nord auf.

 

1. Bundesliga

Bereits eine Saison nach der Vereinsgründung spielten die Bears – in der Spielzeit 2000/2001 – in der höchsten Spielklasse.

Der Verein wurde von den arrivierten Klubs etwas belächelt. Provokantes Logo, Cheerleader und Fanartikel wirkten befremdend und für viele ein wenig zu neu.

Doch die Hot Rolling Bears waren gewillt ihren Weg weiter zu gehen. Zwei deutschlandweit operierende Unternehmen sagten ein Engagement über mehrere Jahre zu und so konnte der Kader erneut besser aufgestellt werden.

Zwar zahlte das junge Team viel Lehrgeld in der Beletage, am Ende ihrer zweiten Spielsaison konnte aber der verdiente Klassenerhalt gefeiert werden.

Dann jedoch der Schock für alle: völlig unerwartet und trotz bestehender Verträge zogen sich die Hauptsponsoren zurück.

Am 29. April 2001 musste der Verein – nach monatelangen Verhandlungen und Versuchen die entstandenen Lücken zu schließen – das Team vom Spielbetrieb zurückziehen.

 

Konsolidierung und Aufstieg in die 2. Bundesliga

Nach dem Rückzug musste ein Neuanfang in der Regionalliga West gestartet werden.

Die meisten Spielerinnen und Spieler waren nicht zu halten und so vertraute man beim Wiederaufbau auf den eigenen Nachwuchs.

Durch die gute Arbeit im Unterbau konnte sich das neu formierte Team von 2001 bis 2007 regelmäßig in der Spitzengruppe etablieren.

In der Spielzeit 2007/2008 gelang dann endlich wieder die Rückkehr in die 2. Bundeliga Nord.

 

Gegenwart und Zukunft

Ein mit jungen Talenten aus dem ganzen Ruhrgebiet gespickten Team war herangewachsen und dominierte von 2008 bis 2014 die 2. Bundesliga Nord. Dabei wurde zweimal nur aufgrund des direkten Vergleichs der Aufstieg verpasst.

Darüber hinaus gelingt es immer wieder talentierte Spielerinnen und Spieler aus den Niederlanden ins Team zu integrieren und weiter zu entwickeln.

Bei den Bears entsteht eine wahre Talentschmiede, aus der immer wieder Spielerinnen und Spieler in den Landeskader oder die Nationalmannschaften berufen werden.

Besonders zu erwähnen sind hier sicherlich die niederländischen Nationalspielerinnen Lucie Houwen und Ilse Arts, die mit der Nationalmannschaft bei EM, WM und Olympischen Spielen Medaillen sammeln.

Die Hot Rolling Bears waren immer wieder gezwungen die ausgebildeten Spielerinnen und Spieler ziehen zu lassen. Man wollte nicht den Weg vieler Mitbewerber einschlagen und finanzielle Risiken eingehen, nur um schnellen sportlichen Erfolg zu erkaufen.

Vielmehr wollen die Bears durch sorgfältige und besonnene wirtschaftliche Arbeit die Konsolidierung des Vereins vorantreiben und sich ein sicheres Fundament erarbeiten.

 

Lernfähigkeit

Die Hot Rolling Bears sind stolz auf ihre Tradition, ignorieren aber nicht die vor allem in der jüngeren Vergangenheit aufgetretenen Schwierigkeiten und Belastungen.

Wir stellen uns aktiv und konstruktiv dem daraus resultierenden Lernprozess. Wir wollen nicht nur in der Halle als starkes Team agieren, sondern in allen Geschäftsbereichen.

 

Optimismus

Die Hot Rolling Bears wollen weiterhin die uneingeschränkte Nummer 1 im Ruhrgebiet bleiben. Garanten dafür sind u.a. individueller Leistungswille, Leidenschaft und Kampfgeist sowie Kontinuität und Professionalität in allen Bereichen. Diesen Weg haben die Bears bereits eingeschlagen und werden ihn konsequent und mit aller Kraft weiter verfolgen.

 

Gemeinschaftsgeist

Die Hot Rolling Bears engagieren sich nachhaltig für Mitglieder, Fans und Freunde. Umgekehrt gilt Gleiches ebenso uneingeschränkt. Diese gegenseitige gelebte Solidarität zeichnet die Bears auch oder gerade in kritischen Phasen aus.

 

Bodenständigkeit und Fairness

Die Hot Rolling Bears bekennen sich zu ihren Wurzeln und damit zur Stadt und zur Region. Daraus leiten wir die Verpflichtung ab, uns im Rahmen der sportlichen Auftrages in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen.

Die Bears bekennen sich auf jeder Ebene nachdrücklich zu den Prinzipien des Fair Play. Der Dreiklang aus Toleranz, Eigenverantwortlichkeit und Respekt ist die Grundlage unseres Handelns.

 

Verantwortung

Die Hot Rolling Bears sind sich ihrer Verantwortung für die Jugend- und Nachwuchsarbeit bewusst und werden auch in der Zukunft diese Verpflichtung wahrnehmen.

Damit unterstützt der Verein aktiv die Integration von Kindern und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten und übernimmt damit ganz konkret gesellschaftliche Verantwortung.

 

Verlässlichkeit

Wir sind berechenbar und glaubwürdig. Darauf können u.a. Mitglieder und Fans ebenso vertrauen wie Gesprächs- und Kooperationspartner aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik.

 

Ziele

Die Hot Rolling Bears wollen mittelfristig zurück in die höhere Spielklasse in einer bundesweit agierende Liga. Grundlage dafür sind eine solide und tragfähige Basis. Unkalkulierbare finanzielle Risiken und Misswirtschaft sind mit diesem Ziel nicht zu vereinbaren.